Grebenstein steigt in eines der größten Stadtentwicklungsvorhaben der letzten Jahre ein: Über das KfW-Programm 432 „Energetische Stadtsanierung" lässt die Stadt für alle vier Quartiere – Altstadt, Grebenstein-Nordost, Grebenstein-West und die Stadtteile (Udenhausen, Burguffeln, Schachten, Friedrichsthal) – Integrierte Quartierskonzepte erstellen. Die Fördermittelanträge bei der KfW sind bereits bewilligt, sie übernimmt jeweils 90 % der Kosten. Ergänzend hat die Stadt einen Zuschuss des Landes Hessen von weiteren 10 % beantragt; über diesen ist noch nicht entschieden.
Allein für die Konzepterstellung sind über alle vier Quartiere hinweg rund 223.000 Euro an förderfähigen Kosten vorgesehen. Deutlich größer fällt die zweite Säule des Programms aus: das Sanierungsmanagement. Über einen Zeitraum von fünf Jahren kalkuliert die Stadt hierfür Gesamtkosten von bis zu 1,7 Millionen Euro. Vorgesehen ist für diese Zeit die Einstellung von zwei neuen Mitarbeitenden bei der Stadt Grebenstein sowie die Beauftragung eines externen Dienstleisters, die gemeinsam ein quartiersübergreifendes Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk aufbauen sollen. Geplant sind unter anderem Bürgersprechstunden, aufsuchende Energieberatung vor Ort, Informationsveranstaltungen sowie eine enge Begleitung der energetischen Sanierung im Bestand – von der Altstadt mit ihrem historischen Fachwerkbestand bis zu den Stadtteilen.
Vor diesem Hintergrund hat die Stadtverordnetenversammlung am 12.08.2026 einen Änderungsantrag der SPD-Fraktion zum entsprechenden Tagesordnungspunkt einstimmig beschlossen. Ein Vergleich der vier Vorhabenbeschreibungen hatte gezeigt, dass „Starkregen- und Hochwasserrisiko" bislang nur im Quartier Altstadt explizit als eigenständiges Ziel verankert war – nicht aber in den anderen drei Quartieren, obwohl eine aktuelle Starkregengefahrenkarte auch dort Risikobereiche ausweist. Der Antrag beauftragt die Verwaltung nun, das Thema bei der noch ausstehenden Konkretisierung der Konzepte einheitlich in allen vier Quartieren als eigenen Schwerpunkt zu verankern.
Damit setzt die Stadt ein klares Signal: Klimaanpassung soll künftig nicht nur in einem Teil der Stadt, sondern flächendeckend gedacht werden.






